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Das Kornhaus liegt im südlichen Teil der Klosteranlage, etwa parallel zur Kirche. Es diente zur Lagerung von Getreide und Stroh. Das riesige Gebäude zeugt von der erstmals großen, auch überregional bedeutsamen wirtschaftlichen Kraft der Doberaner Zisterzienser.
Wahrscheinlich unter Abt Segebod II., der von 1278-1283 das Kloster regierte, oder von seinem Nachfolger Abt Konrad III. 1283-1290/91 erbaut, ist es neben dem Beinhaus das älteste erhaltene Bauwerk der Klosteranlage.
Nach Auflösung des Klosters durch die Säkularisierung 1552 verlor es seine wirtschaftliche Bedeutung. Wie auch die anderen Gebäude der Klosteranlage war es dem Verfall preisgegeben.
Es wird vermutet, dass das Haus nach Umbauten weiterhin als Lagerhaus für das Amt Doberan bzw. als herrschaftlicher Pferdestall genutzt wurde.
Erst der Umbau des Kornhauses im 19. Jh zur Stadtschule rettete das Gebäude vor weiterem Verfall. Die damit verbundenen Umbauten veränderten das Gebäude grundlegend.
Bis Mitte der 70er wurde das Gebäude als Polytechnische Oberschule genutzt, danach als Pionier – und Schülerklubhaus.
Grundlage dafür war das Vermächtnis des Doberaner Schriftstellers Ehm Welk, der sein Wohnhaus in der Dammchaussee den Kindern Doberans geschenkt hatte. Um dieses Vermächtnis zu erfüllen, wurde ein geeignetes Haus gesucht, da die Stadt sein Wohnhaus als Museum und Kulturtreff nutzt.
Im Jahre 1990 beschloss die Stadtversammlung das Gebäude, das nun im Eigentum des Stadt Bad Doberan liegt, als soziokulturelle Bürgerbegegnungsstätte auszubauen. Für die Unterstützung der inhaltlichen Arbeit hat sich 1992 der Kornhausverein gegründet.
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